Innerhalb des Studiengangs „Therapiewissenschaften M.Sc.“ an der Hochschule Fresenius in Idstein untersuchten wir vor dem Hintergrund eines Fachkräftemangels mögliche Gründe, weshalb Therapeuten ihren Beruf oder ihr Arbeitsfeld häufig wechseln.

Hintergrund


Zahlen von Berufsverbänden sowie von öffentlichen Ämtern bestätigen eine schon länger bestehende Vermutung: der Fachkräftemangel in den Heilmittelberufen nimmt zu. Dieser resultiert vermutlich aus einer wachsenden Anzahl an Berufsaussteigern bei gleichbleibenden oder abnehmenden Absolventenzahlen. Dies betrifft zwar in erster Linie Heilmittelerbringer, aber auf lange Sicht gesehen jeden. Um die dringend benötigten Therapieangebote weiterhin aufrecht erhalten zu können, bedarf es einer Untersuchung, weshalb Heilmittelerbringer den Beruf verlassen und wie viele es konkret sind. Auf Grundlage dessen können weitere Schritte sowie mögliche Lösungsansätze gefunden werden.

Studie


Im Rahmen einer nicht repräsentativen Studie wurden auf Basis von Leitfragen Interviews durchgeführt. Als Probanden wurden Angehörige der Heilmittelberufe ausgewählt, die auf unterschiedliche Art und Weise ihre berufliche Situation verändert haben und nicht mehr im klassischen Berufsbild arbeiten. Ziel dieser Studie ist es, Gründe sowie Erfahrungen hinsichtlich des Ausstiegs aus der therapeutischen Arbeit bzw. aus dem gesetzlich finanzierten Gesundheitssystem zu erfassen. Die Fragestellungen an unsere Probanden gliederten sich in die Gründe für den beruflichen Wechsel, den Prozess des Wechsels sowie die Ziele und Folgen. Die Ergebnisse wurden anschließend qualitativ ausgewertet sowie aufgearbeitet.

In einem weiteren Schritt wird eine Fragebogenerhebung durchgeführt, um zu erfassen, wie viele Therapeuten aus welchen Gründen ihre Tätigkeit wechseln oder zu wechseln beabsichtigen. Teilnehmen können alle praktizierenden und ehemaligen Angehörigen der Therapieberufe.

Ergebnisse


Anhand der Auswertung der Studie wurde deutlich, dass vielfältige Gründe für den Ausstieg aus den Therapieberufen bestehen.
Im Rahmen des Symposiums am 30. September 2017 an der Hochschule Fresenius in Idstein werden wir die Ergebnisse des Projektes vorstellen und diskutieren.